Ursula Häberlin ist im Thurgau aufgewachsen und lebt seit Mitte der 80er Jahre in Zürich. Sie studierte an der Universität in Zürich Ethnologie sowie Sozial- und Wirtschaftspolitik und arbeitete neben dem Studium u.a. bei der WoZ, der FabrikZeitung und in der Shedhalle. Für ihre Lizentiatsarbeit in Gender Anthropology erforschte sie die Lebensläufe deutscher Frauen und lebte von 1991 bis 1993 in Berlin. 1994 kehrte sie in die Schweiz zurück und übernahm nach einer Stage in der Jugendzeitung „Toaster“ das Initiativsekretariat der „friedenspolitischen Initiativen“ in Bern. Nach Zustandekommen der „Umverteilungsinitiative“ zur Halbierung der Militärausgaben wechselte Ursula Häberlin 1997 zur Gewerkschaft Bau & Industrie GBI, wo sie auf nationaler Ebene für die Jugend- und Bildungspolitik zuständig war und ab 2000 eine Abteilung aufbaute, die für die Referendumskampagnen sowie für die Bildungs-, die Gleichstellungs- und Migrationspolitik der GBI verantwortlich zeichnete. Nach sieben Gewerkschaftsjahren übernahm Ursula Häberlin die Leitung der HEKS-Regionalstelle Aargau/Solothurn in Aarau, bei der neben dem Coaching der bestehenden Projekte für sozial Benachteiligte die Flüchtlingspolitik im Vordergrund stand. Nach zwei Jahren zog es sie zur Gewerkschaftsarbeit zurück. Ab 2006 arbeitete sie im Zentralsekretariat der Gewerkschaft Unia in Bern, wo sie Mitglied der Sektorleitung Tertiär/Dienstleistungsberufe war und eine mehrjährige Kampagne zur Umsetzung von Lohngleichheit von Frauen und Männern verantwortete. Im November 2008 übernahm sie die Nachfolge der Unia-Regionalleitung Zürich-Schaffhausen, entschied zwei Jahre später jedoch, sich beruflich neu zu orientieren und die Gewerkschaft zu verlassen. Ursula Häberlin hat im Oktober 2010 ihre neue Aufgabe als Geschäftsleiterin des ARF/FDS aufgenommen.